Ausblick vom Wat Saket in Bangkok

Wat Saket – Tempel des Goldenen Berges

Nur 20 Gehminuten von der Khao San Road entfernt liegt mitten in Bangkok, im Bezirk Pom Prap Sattru Phai, eine der schönsten und ältesten buddhistischen Tempelanlagen der Stadt: der Wat Saket Ratcha Wora Maha Wihan, bekannt als Golden Mount, bzw. Tempel des Goldenen Berges, auch Phukao Tong genannt. Es ist ein Königlicher Tempel zweiter Klasse.

Der Wat Saket in Bangkok

Wer sich für einen Ausflug zum Wat Saket entschließt, findet sich in einer Oase der Ruhe und Stille mitten in der so hektischen Millionenstadt wieder. Während sich die Masse der Touristen in den berühmten Attraktionen Grosser Palast, Wat Arun und Wat Pho gegenseitig auf die Füße tritt, ist es immer wieder erstaunlich, wie ruhig es in dieser Tempelanlage ist.

Die Häuser des alten Stadtviertels, in dem dieses Kleinod liegt, sind niedrig, sodass der 79 Meter hohe, von einer goldenen Chedi (Stupa, Pagode) gekrönte Tempelberg weithin sichtbar ist. Er liegt im westlichen Teil der von einer niedrigen Mauer umgebenen Klosteranlage und ragt über die grünen Baumkronen hinaus.

Aussicht vom Golden Mount des Wat Saket

Der Berg ist künstlich aufgeschüttet mit dem Material des Unterbaus von einem früher geplanten, dann aber eingebrochenen Prang (Tempelturm). Als Schutz gegen Erosion wurde er erst im letzten Jahrhundert mit einer weiß gestrichenen Mauer ummantelt. Eine Treppe mit 344 flachen Stufen windet sich um den Berg hinauf zum Gipfel.

Den Aufstieg entlang hängen große Gebetsglocken, welche von den betenden Mönchen angeschlagen werden. Weniger Sportliche können den besonders bei Hitze etwas mühsamen, 79 Höhenmeter überwindenden Anstieg unterbrechen und an vielen schattigen Plätzen unter exotischen, üppig blühenden Pflanzen oder an künstlichen kleinen Wasserfällen rasten. Es gibt auch ein kleines Café. Zahlreiche kleine Statuen beleben die Umgebung. Lohnend ist auch immer wieder innezuhalten und die Aussicht zu genießen.

Die goldene Chedi des Wat Saket

Goldene Chedi des Wat Saket

Auf dem Gipfel des künstlichen Hügels steht die goldene Chedi auf einem quadratischen Sockel. Im Inneren des Sockels ist ein kleiner Gebetsraum. In einer kleinen Stupa (Chedi) wird hier eine Buddha-Reliquie aus Indien aufbewahrt, eine Gabe der britischen Regierung an König Rama V.

Rund um den Sockel führt eine breite Plattform. Von hier hat der Besucher eine spektakuläre Aussicht über die Dächer der Altstadt hinüber Richtung Chao Phraya (Rama VIII Bridge) und der City-Skyline von Bangkok in der Ferne. Also ein 360 Grad Panorama.

Volksfest am Wat Saket (Loy Kratong Festival)

Einmal im Jahr im November findet das Loy Kratong Festival statt. Dann zieht eine Kerzenprozession den Berg hinauf, das Innere der Chedi ist für die Allgemeinheit geöffnet, es wird gebetet und es gibt festliche Musik, Tanz und Vergnügen und natürlich Imbissbuden am Fuß des Hügels. Die Stupa ist mit rotem Tuch bedeckt, mit Blumen und bunten flatternden Fähnchen geschmückt.

Andere Gebäude der Tempelanlage

Ubosot vom Wat Saket

Doch auch die anderen Gebäude der Tempelanlage sind sehenswert. Um den Ubosot (Bot, Gebetshalle) läuft eine überdachte Galerie. Kollonaden stützen das ausladende Dach. Die Wände innen zeigen wunderschöne rot-goldene Wandmalereien.

Der Wihan (Versammlungsraum der Mönche) hat zwei Räume. In einem steht eine 9 Meter hohe Buddha-Figur, im andern gibt es einen sitzenden Buddha.

Geschichte des Wat Saket

Chinesische Tierkreiszeichen im Wat Saket

Schon zu Zeiten des Ayutthaya Reiches (um 1700) stand an der Stelle des heutigen Wat Saket ein unbedeutender Tempel, der Wat Sakae (Tempel des Sakae-Baumes). Es gab hier eine Verbrennungsstätte für die Toten.

König Rama I (1782 bis 1809, Begründer der Chakri-Dynastie), der Bangkok zur Hauptstadt des Königreiches Siam machte, erneuerte die Tempelanlage und erhöhte sie zum Königlichen Tempel 2. Klasse mit dem Namen Wat Saket (Tempel der Reinigung des königlichen Haupthaares). Die Einweihungsfeierlichkeiten 1801 dauerten 7 Tage.

Vollbild - Panorama vom Wat Saket in neuem Fenster öffnen

Unter Rama II (1809 bis 1824) und Rama III (1824 bis 1851) wurde an dem Wat weitergebaut. Beim Bau eines großen Prang (Tempelturm) brach der mit Gestein und Erde aufgefüllte und mit Ziegelsteinen ummantelte Unterbau in sich zusammen, sodass dieses Projekt aufgegeben wurde.

344 Stufen bis zum Gipfel des künstlichen Hügels - Der Golden Mount

König Rama IV (1851 bis 1868) ließ aus der gewaltigen Menge an Schuttresten des Prang-Unterbaus einen künstlichen Berg aufschütten bis zur Höhe von 79 Metern. Obenauf ließ er eine goldene Chedi bauen. Daher mit Recht der heutige Name Golden Mount. Aber erst unter Rama V (1868 bis 1910) wurde die Gesamtanlage des Goldenen Berges fertig so, wie wir sie heute erleben können.

Übrigens brachte 1814 unter Rama II eine Delegation einen Ableger des Bodhi-Baumes zum Wat Saket, also einen Ableger des Baumes, unter dem Buddha erleuchtet wurde. Der Baum aus diesem Ableger existiert angeblich noch heute.

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