Wasserfall in Nordthailand.

Nordthailand

Reiseziele, Touren und Tipps für die Rundreise durch Thailands Norden

Rundreisen durch Nordthailand erfreuen sich bei Naturfreunden, Aktivurlaubern und kulturell Interessierten großer Beliebtheit. Die reizvolle Landschaft der Region wird von zerklüfteten Bergketten, ausgedehnten Regenwäldern und sattgrünen Flusstälern geprägt. Mit tosenden Wasserfällen, geheimnisvollen Höhlen, hunderten, größtenteils buddhistischen Tempelanlagen sowie geschichtsträchtigen Tempelruinen bietet Nordthailand seinen Besuchern vielfältige Sehenswürdigkeiten und Möglichkeiten zu Aktivitäten.

Nordthailändische Gebirgslandschaft.

Beliebte Highlights in Nordthailand sind z.B. der Geschichtspark Sukhothai und das berühmt-berüchtigte Goldene Dreieck. In prächtigen Nationalparks kannst du Trekkingtouren zu Bergvölkern unternehmen, deren Angehörige gerne Einblick in ihren Alltag gewähren. Farbenfrohe Nachtmärkte laden zum Bummeln ein und bieten kulinarische Köstlichkeiten. Wildwasser-Rafting, Mountainbiking, Motorradtouren und Dschungelexpeditionen bieten Abwechslung für abenteuerlustige Aktivurlauber. In umstrittenen Elefantencamps können Interessierte die sanftmütigen Riesen aus der Nähe kennenlernen.

In folgendem Nordthailand Reiseführer verschaffe ich dir einen Überblick über die Provinzen der Region und gehe auf ihre jeweiligen Besonderheiten ein. Im Verlauf des Artikels findest du Tipps und Hintergrundinformationen, die dir bei der Planung deiner Rundreise durch Nordthailand behilflich sein können.

Der Norden Thailands, wo das einstige Königreich Lanna (Lan Na) lag, ist Schmelztiegel verschiedenster Kulturen und wichtiger Handelsumschlagplatz. Außer Thais leben hier Menschen aus China, Laos, Myanmar und Angehörige verschiedener, als Minderheiten anerkannter Bergvölker (u.a. Karen, Akha, Lisu, Lahu, Yao und Hmong). Der in der Region gelegene Doi Inthanon (Thai: ดอยอินทนนท์) ist mit einer Höhe von 2.565 m der höchste Berg Thailands. Die wichtigsten Flüsse Nordthailands sind Mae Nam Yom (Yom-Fluss), Mae Nam Ping, Mae Nam Wang und Mae Nam Nan.

Nordthailand Karte

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Nordthailands Provinzen und Sehenswürdigkeiten

Die Bezeichnung »Nordthailand« (Thai: ภาคเหนือ; Phak Nuea) wurde zu administrativen und statistischen Zwecken eingeführt, hat jedoch keine politische Bedeutung. Die Region Nordthailand grenzt an die Nachbarländer Myanmar und Laos und umfaßt nach dem Vier-Regionen-System 17 Provinzen (Thai: จังหวัด; Changwat). Zweithöchste Verwaltungseinheit nach den Provinzen sind die Landkreise (Thai: อำเภอ; Amphoe). Die Namen der Provinzhauptstätte, der Provinzen und des jeweiligen Landkreises sind immer identisch. Zur leichteren Orientierung gehe im Folgenden die Provinzen, im äußersten Nordwesten beginnend, zeilenweise der Reihe nach durch.

Mae Hong Son

Der Handel mit Myanmar spielt wirtschaftlich für die abgelegene, an Myanmar (Burma) grenzende Provinz Mae Hong Son (แม่ฮองสอน) eine große Rolle. Die Provinzhauptstadt liegt, 13 Luftlinien-Kilometer entfernt von der Grenze zu Myanmar, inmitten einer atemberaubenden, bis etwa 1.500 Meter hohen Gebirgslandschaft, in einer Höhe von 300 Metern und ist damit eine der höchstgelegenen Provinzhauptstädte Thailands.

Blick auf die Stadt Mae Hong Son in Nordthailand.
Mae Hong Son im Nordwesten von Thailand.

Das Städtchen bietet mit dem malerisch am Stadtsee gelegenen Wat Chong Kham (Thai: วัดจองกลาง) und dem oberhalb der Stadt gelegenen, einen herrlichen Ausblick bietenden Wat Phra That Doi Kong Mu (Thai: วัดพระธาตุดอยกองมู) zwei sehenswerte Tempel. Die Provinz beherbergt vier Nationalparks und eines der schönsten und größten zusammenhängenden Regenwaldgebiete Südostasiens. Bergdörfer, Höhlensysteme, Wasserfälle und heiße Quellen (Pha Bong Hot Spring) laden zu Trekking-Touren ein und begeistern Natur- und Wanderfreunde. Der Mae Hong Son Airport (HGN) befindet sich nahe dem Zentrum der kleinen Stadt und wird von den Fluggesellschaften Bangkok Airways und Nok Air bedient. Seit die kurvigen Bergstraßen, die bei Motorradfahrern beliebt und als Mae Hong Son Loop bekannt sind, besser ausgebaut sind, gewinnt auch der Tourismus in der Provinz zunehmend an Bedeutung.

Pai

Das Städtchen Pai (Thai: ปาย), ebenfalls in der Provinz Mae Hong Son, liegt idyllisch in einem der faszinierendsten Hochtäler von Thailand am gleichnamigen Fluss, etwa 107 kurvige Straßenkilometer östlich der Provinzhauptstadt. Die inmitten hoher Berge und sattgrüner, von zahlreichen Flüssen durchzogener Nebelwälder liegende Ortschaft hat sich inzwischen als Partytreff etabliert, ist ein Dorado für Hippies und Backpacker, gleichsam die Khao San Road des Nordens, wie manche sagen. Für Naturfreunde, Aktivurlauber und zunehmend auch einheimische Touristen ist Pai ein höchst attraktives Reiseziel.

Pai Sehenswürdigkeiten – Weiße Buddha Figur des Wat Phra That Mae Yen.
Pai in Nordthailand – Buddha Figur des Wat Phra That Mae Yen.

Nahe dem Ortskern befindet sich der recht hübsche Dorftempel Wat Klang (Thai: วัดกลาง). Von diesem Tempel nach Süden gehend, kommst du auf die gut besuchte Pai Walking Street mit ihren vielen kleinen Boutiquen und einem breiten Essensangebot. Westlich der Walking Street befindet sich mit dem Wat Luang (Thai: วัดหลวง) noch ein kleiner Tempel, den du zu Fuß aufsuchen kannst. Weitere Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung, die du gut mit dem Roller erreichen kannst, sind der 3 km westlich der Stadt gelegene Wat Nam Hu (Thai: วัดน้ำฮู), der 2 km östlich gelegene Wat Phra That Mae Yen (Thai: วัดพระธาตุแม่เย็น), der 8 km südlich gelegene Pai Canyon und die 2 km weiter entfernte Pai Historical Bridge (Memorial Bridge). Beliebte Aktivitäten in der Provinz sind Trekking-Touren in den nahegelegenen Bergen und Touren zu den Bergvölkern. In Pai kannst du aber auch einfach in entspannter Atmosphäre die wunderschöne Landschaft genießen, in der Hängematte vor deiner Unterkunft abhängen oder mit dem Gummireifen den Pai hinunterpaddeln. Über den 1,5 km nördlich des Stadtzentrums gelegenen Flughafen (PYY) lässt sich Pai von Chiang Mai aus mit Kan Air innerhalb von 25 Minuten erreichen. Die Anfahrt über kurvige Straßen mit dem Bus aus Chiang Mai dauert etwa 3 Stunden.

Chiang Mai

Die Provinz Chiang Mai (Thai: เชียงใหม่) grenzt östlich an die Provinz Mae Hong Son. Sie ist die bevölkerungsreichste Provinz des Nordens und flächenmäßig nach Nakhon Ratchasima die zweitgrößte Provinz des Landes. Die von hohen Gebirgszügen umgebene Provinzhauptstadt Chiang Mai, 1296 als Hauptstadt des Lanna Königreiches gegründet, liegt malerisch zu Füßen des 1.685 Meter hohen Doi Pui (Thai: ดอยปุย) im Flusstal des Mae Nam Ping. Sie ist nach Bangkok die zweitgrößte Stadt des Landes, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Nordens.

Die Schönheit dieser an Sehenswürdigkeiten reichen Stadt trug ihr den Namen »Rose des Nordens« ein. Die Altstadt mit ihren zahlreichen heiligen Tempeln ist umgrenzt von einem aus alter Stadtmauer und künstlichem Wassergraben angelegten Viereck. Das Zentrum der modernen Stadt liegt östlich davon, nahe dem Ufer des Ping-Flusses. Einen herrlichen Blick über die Stadt hast du vom Doi Suthep (Thai: ดอยสุเทพ; 1.676 m), an dessen Hang sich der hübsche Wat Phra That Doi Suthep befindet, dessen vergoldeter Chedi über die Stadt wacht.

Der sehenswerte Wat Phra That Doi Suthep in Chinag Mai.
Chiang Mai (Wat Phra That Doi Suthep).

Beliebte Tagestouren führen von Chiang Mai aus auf den zwei Autostunden entfernten Gipfel des Doi Inthanon, dem höchsten Berg Thailands. Weitere Attraktionen der Provinz sind die 75 km nördlich der Provinzhauptstadt gelegenen Chiang Dao Höhlen mit dem Wat Tham Chiang Dao (Thai: วัดถ้ำเชียงดาว) und die heißen Quellen Pong Duead (Thai: โป่งเดือดป่าแป๋). In Chiang Mai kannst du hervorragend ausgehen und einkaufen. Besonders beliebt ist der im Zentrum der modernen Stadt gelegene Chiang Mai Night Bazar, ein großer, bunter Nachtmarkt mit vielen Verkaufsständen und einem breiten Essensangebot. Ein weiterer Tipp ist die San Kamphaeng Road, in der Interessierte zahlreiche traditionelle Handwerksbetriebe finden, die Holzschnitzereien, Töpferwaren, Seidentextilien und Schmuck anbieten. Für viele Touristen ist die über den südwestlich der Altstadt gelegenen Flughafen Chiang Mai (CNX) einfach zu erreichende Stadt Ausgangspunkt für ihre Rundreise durch Nordthailand.

Chiang Rai

Im äußersten Norden von Thailand, an Myanmar und Laos grenzend, liegt die Provinz Chiang Rai (Thai: เชียงราย). Die Provinz ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Hier leben noch zahlreiche (etwa 12 % der Bevölkerung) Angehörige der Bergvölker, hauptsächlich Akha, Yao, Karen, Lisu und Hmong (Meo), die auf Märkten ihre kunstvoll gefertigten Produkte verkaufen. Berühmt berüchtigt ist das in der Provinz Chiang Rai gelegene Goldene Dreieck, die Region im Grenzgebiet der Staaten Myanmar, Laos und Thailand. Landschaftlich schön gelegen, wo der Fluss Ruak in den Mekong mündet, ist das Goldene Dreieck ein Synonym für den Drogenhandel in Südostasien, den Schlafmohnanbau und die Herstellung von Opium bzw. Heroin. Heute blühen hier vor allem Tourismus und legaler Handel. Mit dem Boot kann grenzüberschreitend zwischen den Ländern gereist werden. Beliebt sind Ausflüge nach Laos zum Grenzmarkt Donsao, der ohne Visum besucht werden kann und auf dem es günstige Waren aller Art gibt. Empfehlenswert ist auch ein Besuch des Museums House of Opium, in dem du alles über Opium, vom Anbau über die Gewinnung, Verarbeitung bis hin zum Konsum, erfahren kannst.

Sehenswürdigkeit in Chiang Rai - Der weiße Tempel Wat Rong Khun.
Chiang Rai (Wat Rong Khun).

Von der nordwestlich gelegenen Ortschaft Mae Sai aus gelangst du über eine Brücke, die mit einem Tagesvisum überquert werden kann, zum Grenzort Tachilek in Myanmar. Thailänder decken sich hier gerne mit billigen Zigaretten und Alkohol ein. Nicht weit entfernt befindet sich die 7 km lange Tham-Luang-Höhle, die im Juni 2018 für Schlagzeilen sorgte. Jugendliche Mitglieder einer Fußballmannschaft und ihr Trainer waren nach starken Regenfällen durch Überflutung des Höhlensystems in der Höhle eingeschlossen und konnten erst nach mehreren Wochen in einer spektakulären Rettungsaktion, bei der ein thailändischer Taucher ums Leben kam, gerettet werden.

Die auf einer Höhe von rund 600 Metern, malerisch am Fluss Kok gelegene Provinzhauptstadt Chiang Rai ist von einer atemberaubend wilden Gebirgslandschaft umgeben und eignet sich gut als Ausgangspunkt für Ausflüge zum Goldenen Dreieck. In der Stadt gibt es jede Menge Tempel zu entdecken. Besonders sehenswert sind die nahe dem Stadtzentrum gelegenen Tempel Wat Phra Kaeo (Thai: วัดพระแก้ว), Fundort des berühmten Smaragd-Buddhas (siehe Wat Phra Kaeo Bangkok), Wat Rong Suea Ten (Thai: วัดร่องเสือเต้น; auch Blue Temple) und Wat Phra That Doi Chom Thong (Thai: วัดพระธาตุดอยจอมทอง). Wahrzeichen der Provinz ist der etwa 14 Kilometer südlich des Stadtzentrums gelegene Wat Rong Khun (Thai: วัดร่องขุ่น). An dem weißen Tempel, dessen Konzeption auf den thailändischen Architekten Chalermchai Kositpipat zurückgeht, soll angeblich noch bis 2070 gebaut werden. Der für den Personenverkehr freigegebene Flughafen Chiang Rai (CEI) befindet sich wenige Kilometer nordöstlich der Stadt.

Lamphun

Lamphun (Thai: ลำพูน) liegt südöstlich der Provinz Chiang Mai nahe dem Doi Inthanon Nationalpark. Die gebirgige Provinz nimmt eine Fläche von rund 4.500 km² ein und wird vom Mae Nam Ping durchflossen. Die beiden Provinzhauptstädte Lamphun und Chiang Mai trennen gerade einmal 24 km Luftlinie. Lamphun ist eine der ältesten Städte Thailands und mit nur rund 15.000 Einwohnern auch eine der kleinsten Provinzhauptstädte Nordthailands. In der Stadt gibt es noch Reste einer Festungsmauer und zahlreiche kleinere Tempel. Bedeutendster Tempel ist der um 1100 am Ufer des Kwang-Flusses errichtete Wat Phra That Hariphunchai (Thai: วัดพระธาตุหริภุญชัย), ein königlicher Tempel erster Klasse mit einer 46 Meter hohen, vergoldeten Pagode. Ebenfalls schön anzuschauen ist der Wat Chamadevi (Thai: วัดจามเทวี), ein buddhistischer Tempel mit pyramidenförmiger Chedi aus der Mon-Zeit. Insgesamt ist die Provinz jedoch relativ arm an Sehenswürdigkeiten und wird daher nur von wenigen Touristen besucht. Ein Ausflug nach Lamphum Stadt lohnt vor allem für jene, die sich über einen längeren Zeitraum in Chiang Mai aufhalten.

Lampang

Die gebirgige, an Naturschönheiten reiche Provinz Lampang (Thai: ลำปาง) liegt östlich der Provinzen Chiang Mai und Lamphun im Tal des Mae Nam Wang, umsäumt von den Berghöhen des Phi Pan Nam Gebirges. In der Provinz gibt es viele Bodenschätze wie Braunkohle, Ton und Marmor. Lampangs Geschichte geht auf die Dvaravati-Periode im 7. Jh. zurück. Ende des 19. Jh. war die Provinz ein wichtiger Umschlagplatz für den Handel mit Teakholz. Heute sind neben der Landwirtschaft vor allem Bergbau und Töpferei wichtige Gewerbezweige. Tourismus spielt noch keine Rolle, trotz einfacher Erreichbarkeit per Bus, Zug oder Flugzeug. Dabei liegt die Provinz in einer faszinierenden Landschaft und weist einige der schönsten buddhistischen Tempel Nordthailands auf. Die nette Provinzhauptstadt Lampang, 108 Straßenkilometer südöstlich von Chiang Mai Stadt entfernt, liegt in grüner Umgebung an den Ufern des Mae Nam Wang. Zahlreiche Tempel aus der Lanna-Ära, alte Holzbauten und elegante Villen früherer Holzbarone machen den Charme dieser Stadt aus. Täglich verkehren mehrere Maschinen der Fluggesellschaften Nok Air und Bangkok Airways zwischen den Flughäfen von Bangkok und dem am südlichen Stadtrand gelegenen Lampang Flughafen (LPT).

Sehenswürdigkeiten

  • Der Wat Phra Kaeo Don Tao (Thai: วัดพระแก้วดอนเต้า) liegt im nordwestlichen Stadtteil nahe dem Wang-Fluss und gehört zu den meistverehrten Tempeln in Thailand. Im 15. Jh. beherbergte er den Smaragd-Buddha, der nacheinander in insgesamt vier Tempeln in Nordthailand untergebracht war, ehe er nach Bangkok in den Wat Phra Kaeo gebracht wurde
  • Etwa 5 km nördlich vom Stadtzentrum befindet sich der Wat Chedi Sao Lang (Thai: วัดพระเจดีย์ซาวหลัง), so genannt nach den 20 weißen Chedis auf dem Gelände (Sao bedeutet auf nordthailändisch 20). Eigentliche Attraktion ist jedoch die aus dem 15. Jh. stammende Statue eines sitzenden Buddhas aus Massivgold
  • Der auf einem Hügel gelegene und von einer Schutzmauer umgebene Wat Phra That Lampang Luang (Thai: วัดพระธาตุลำปางหลวง), einer der wichtigsten und schönsten Tempel des Landes, befindet sich rund 20 Straßenkilometer südwestlich von Lampangs Stadtzentrum. Den 45 m hohen Chedi, der den Mittelpunkt des Hofes bildet, umgeben fünf Wihan (buddhistische Klostergebäude). Der offene Wihan Luang stammt aus dem Jahr 1476 und gilt als das älteste noch erhaltene Holzgebäude und als einer der schönsten Lanna-Tempel von Thailand. Im Wihan Nam Taem finden sich noch Spuren der ursprünglichen Wandmalereien, die zu den ältesten im Land gehören
  • Das Elephant Conversation Center befindet sich in Hang Chat rund 35 km westlich der Provinzhauptstadt. In dem Elefantentrainingszentrum werden Elefantenshows und Ausritte angeboten. Zudem gibt es eine Ausstellung, die sich mit der Geschichte und Kultur rund um das Thema Elefanten beschäftigt

Phayao

Die Provinz Phayao (Thai: พะเยา) liegt inmitten der imposanten Berglandschaft des Phi Pan Nam Gebirges und einer nahezu unberührten Natur im Westen an Lampang grenzend, im Norden an Chiang Rai und im Nordosten an Laos. Die hübsche Provinzhauptstadt liegt direkt an dem malerisch inmitten von Bergen gelegenen Kwan Phanyao (Thai: กว๊านพะเยา), dem größten Süßwassersee Nordthailands. Dieser wurde 1939 zur Bewässerung für die Landwirtschaft angelegt, wobei unter anderem der aus dem 15. Jh. stammende Wat Tilok Aram (Thai: วัดติโลกอาราม) überflutet wurde, ein versunkener Tempel mitten im See. Aufgrund der abgeschiedenen Lage verlaufen sich kaum Touristen nach Phayao, was die idyllische Ortschaft zu einem Geheimtipp macht. Wichtigster Tempel der Stadt ist der direkt am See gelegene Wat Sri Khom Kham (Thai: วัดศรีโคมคำ). Der buddhistische Tempel beherbergt die größte sitzende Buddha-Statue von Lan Na. Die 17 m hohe und mit Gold überzogene Statue, die von den Einheimischen Chao Ton Luang genannt wird, ist angeblich über 500 Jahre alt. Einer Legende nach soll es 33 Jahre gebraucht haben, um sie fertigzustellen.

Phrae

Die Provinz Phrae (Thai: แพร่) liegt südlich von Phayao am Mae Nam Yom und grenzt im Westen ebenfalls an Lampang. Die Provinzhauptstadt liegt auf einer von Gebirgszügen umgebenen Zentralebene, die vornehmlich dem Reisanbau dient. Phraes Altstadt entzückt mit viel Grün, malerischen Tempeln und traditionellen Holzgebäuden. Sie ist von einem alten Befestigungswall mit vorgelagertem Wassergraben umgeben und erinnert damit etwas an Chiang Mai. Die Fluggesellschaft Nok Air wickelt täglich nur wenige Flüge über den am südöstlichen Stadtrand gelegenen Flughafen von Phrae (PRH) ab.

Sehenswürdigkeiten

  • Der im nördlichen Teil der Altstadt gelegene Wat Luang (Thai: วัดหลวง) stammt wahrscheinlich aus dem 13. oder 14. Jh. und ist damit der älteste Tempel der Stadt
  • Westlich des Wat Luang befindet sich der etwa 300 Jahre alte Wat Phra Non (Thai: วัดพระนอน), der seinen Namen der liegenden Buddha-Statue im Inneren verdankt, die von den Einheimischen hochverehrt wird
  • Zentral in der Altstadt liegt Khum Chao Luang (Thai: คุ้มเจ้าหลวง), ein imposantes Herrenhaus, das 1892 in einer Mischung aus thailändischen und europäischen Architekturstilen erbaut wurde und Sitz des letzten Herrschers der Stadt Phrae war. Heute beherbergt es ein Museum über die Region
  • Der um 1910 errichtete Wat Chom Sawan (Thai: วัดจอมสวรรค์) liegt etwas nördlich der Altstadt und ist ein schönes Beispiel burmesischer Tempelarchitektur
  • Wichtigster Tempel der Provinz und beliebte Pilgerstätte ist der rund 10 km südöstlich der Provinzhauptstadt gelegene Wat Phra That Cho Hae (Thai: วัดพระธาตุช่อแฮ), dessen auffälligstes Merkmal sein 33 m hoher vergoldeter Chedi ist
  • Bizarre, durch Erosion entstandene Erd- und Felsformationen kannst du rund 10 km nordöstlich der Stadt Phrae sehen. Viele Einheimische glauben, dass der als Phae Mueang Phi (Thai: แพะเมืองผี; Deutsch: Ort der Geister) benannte Ort von Geistern bewohnt wird

Nan

Die an Laos grenzende Provinz Nan (Thai: น่าน) war jahrhundertelang unabhängig von den umliegenden Gebieten. Im 15. Jh. war Nan eines der nordthailändisch-laotischen Fürstentümer, aus denen das Lanna-Reich bestand. In der am Fluss Nan gelegenen Provinzhauptstadt zeugen alte Tempel sowie die Reste der alten Stadtmauer vom einstigen Einfluss Lannas. Thai Yuan machen heute die Mehrheitsbevölkerung der Provinz aus, ein großer Anteil der Bevölkerung gehört der Gruppe der Thai Lü an, Nachfahren von Einwanderern aus dem Südwesten Chinas. Das kulturelle Erbe zeigt sich heute vor allem anhand der Kunst und Architektur. Die hohen, unwegsamen Berge, die die Stadt umschließen, locken vor allem Naturliebhaber an. Eine beliebte Aktivität in der an sich wenig besuchten Provinz ist das Wildwasser-Rafting auf dem Mae Nam Wa. Die Fluggesellschaft Air Asia wickelt täglich mehrere Flüge zwischen dem Flughafen Nan (NNT) und dem Don Mueang Airport in Bangkok ab.

Sehenswürdigkeiten

  • Ein berühmter Tempel von Nan ist der relativ zentral in der Provinzhauptstadt gelegene Wat Phumin (Thai: วัดภูมินทร์). Der im 16. Jh. im Mon-Chiang-Saen-Mischstil erbaute Tempel ist für eine aus vier Statuen bestehende und in alle Himmelsrichtungen blickende Buddha-Gruppe und seine feinen Wandmalereien, die im späten 19. Jh. von dem Thai-Lü Künstler Thit Buaphan geschaffen wurden, bekannt
  • Der westlich der Stadt auf einem kleinen Berg gelegene Wat Phra That Khao Noi (Thai: วัดพระธาตุเขาน้อย) bietet als Attraktion die goldene Statue eines schreitenden Buddhas und einen herrlichen Ausblick über die Stadt
  • Wichtigster buddhistischer Tempel der Provinz ist der 3 km südöstlich vom Stadtzentrum auf einem Hügel gelegene, 1355 erbaute (Sukhothai-Zeit) Wat Phra That Chae Haeng (Thai: วัดพระธาตุแช่แห้ง). Besonders schön ist der im Lanna-Stil errichtete 55 m hohe vergoldete Chedi

Tak

Die Provinz Tak (Thai: ตาก) grenzt an Myanmar und gehört mit einer Fläche von rund 16.400 km² zu den größten Provinzen Thailands, ist aber nur spärlich besiedelt. Die Bevölkerung ist ein Mix aus Thailändern, Burmesen, Bergvölkern, wie den Hmong und Lisu, sowie den in Myanmar seit Jahrzehnten durch die Militärdiktatur verfolgten Karen. Entlang der Grenze gibt es zahlreiche Flüchtlingslager, in denen hauptsächlich Angehörige der Karen-Volksgruppe leben. Beinahe 80 % der Provinzfläche sind mit zum Teil undurchdringlichen Regenwäldern bedeckt. In der bergigen und noch recht unerschlossenen Region bilden sechs Nationalparks eine der größten Naturräume Thailands. Im Rahmen von abenteuerlichen Trekking-Touren können exotische Tierarten, malerische Wasserfälle und geheimnisvolle Höhlen entdeckt werden. Der Mae Nam Ping durchfließt die Provinz und wird im Norden durch die Bhumibol-Talsperre zu einem 300 km² großen See aufgestaut, dessen Wasserkraftwerk das leistungsstärkste Thailands ist. Die Zuflüsse des Mae Nam Ping laden zu ausgedehnten Floßfahrten ein. Im Südwesten der Provinz befindet sich das Wildschutzgebiet Umphang mit dem Namtok Thi Lo Su (Thai: น้ำตกทีลอซู), Thailands größtem Wasserfall. Die Provinzhauptstadt Tak liegt am Ping-Fluss und bietet in ihrer Altstadt zahlreiche authentische Holzhäuser im alten Stil.

Mae Sot

Rund 90 Straßenkilometer westlich der Provinzhauptstadt Tak befindet sich an der Grenze zu Myanmar der Grenzort Mae Sot (Thai: แม่สอด), ein kulturell vielfältiges Städtchen mit überwiegend birmanischer Tempelarchitektur und quirligem Grenzmarkt. Viele in Nordthailand lebende Expats, Rentner, mit thailändischem Partner verheiratete Ausländer und Touristen mit dem Multiple-Entry Visum nutzen den Grenzübergang Mae Sot, um hier durch eine kurze Ausreise mit erneuter Einreise ihr Thailand-Visum zu verlängern.

Sukhothai

Sukhothai (Thai: สุโขท้ย) liegt im Tal des Mae Nam Yom. Die größtenteils von flachen Ebenen geprägte Landschaft der Provinz ist im Westen (Ramkhamhaeng-Nationalpark) und im Norden (Si Satchanalai Nationalpark) hügelig und geht in die Ausläufer der nördlichen Gebirge über.

Wat Mahathat im Geschichtspark Sukhothai in Nordthailand.
Geschichtspark Sukhothai (Wat Mahathat).

Im 12. Jh. diente das Gebiet einer Garnison der Khmer als Grenzposten gegen burmesische Völker. Außerdem lebten hier Thai-Völker, die vermutlich vom Norden her eingewandert waren. Zwei Stammesführer der Thai, die den Khmer-Herrschern als Gouverneure dienten, überrannten 1238 gemeinsam die Garnison. Gouverneur Khun Bang Klang Thao erklärte die Unabhängigkeit des Gebietes vom Khmer Reich und wurde der erste König des neuen Reiches. Er nannte sich Sri Indraditya. Die Hauptstadt, die als erste Hauptstadt Siams gilt, nannten die Thais Sukhothai. Die Sukhothai-Dynastie herrschte 200 Jahre lang und brachte neun Könige hervor. Der bedeutendste König dieser Dynastie war König Ramkhamhaeng (Rama Khamhaeng), unter dessen Herrschaft das Königreich Sukothai seine größte Ausdehnung erreichte. Die Entwicklung der ersten thailändischen Schrift wird König Ramkhamhaeng zugeschrieben ebenso wie die Einführung der buddhistischen Lehre. Wegen des starken Einflusses der Sukhothai-Dynastie auf Kunst, Sprache, Literatur und Religion wird das Königreich Sukhothai oft als erstes Thai-Königreich bezeichnet, obwohl es zuvor andere Königreiche in Thailand, z.B. Lanna und Phayao, gab. 1438 fiel Sukhonthai an Ayutthaya.

Bangkok Airways bietet täglich mehrere Flüge zwischen dem Suvarnabhumi Airport in Bangkok und dem Flughafen Sukhothai (THS), der rund 30 km nördlich vom Stadtzentrum der Provinzhauptstadt Sukhothai liegt.

Sehenswürdigkeiten

  • Der 13 km westlich der Provinzhauptstadt gelegene Geschichtspark Sukhothai (Thai: อุทยานประวัติศาสตร์สุโขทัย) ist UNESCO Weltkulturerbe und gehört neben dem Geschichtspark Ayutthaya zu den beeindruckendsten Welterbestätten Thailands. Etwa ein Dutzend historischer Stätten befindet sich zwischen vier großen Teichen innerhalb der alten Stadtmauern. Das Ramkhamhaeng Nationalmuseum und zahlreiche weitere Ruinen der Hauptstadt des Sukhothai Königreiches liegen in einem Umkreis von wenigen Kilometern außerhalb der Mauern
  • Etwa 55 Straßenkilometer nördlich der Provinzhauptstadt befindet sich der ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe gehörige Geschichtspark Si Satchanalai, der die Ruinen der historischen Stadt gleichen Namens beherbergt. Si Satchanalai wurde 1250 als zweite Residenzstadt des Kronprinzen gegründet

Uttaradit

Die Landschaft von Uttaradit (Thai: อุตรดิตถ์) ist im Norden und Osten von Bergketten und sanften Flusstälern geprägt, im Süden eher flach. Früher war die Provinz fast vollständig von Teakholz-Wäldern bedeckt, die aber zum großen Teil dem Handel mit Teakholz zum Opfer gefallen sind. Im Norden, dort wo Uttaradit an die nordthailändischen Provinzen Nan und Phrae grenzt, wird der Mae Nam Nan vom Sirikit-Staudamm (Thai: เขื่อนสิริกิติ์) aufgestaut. Die Talsperre trägt viel zur ertragreichen Landwirtschaft der Provinz bei und ist zudem für die Energieversorgung der Region wichtig. Rund 65 km östlich des Stausees grenzt die Provinz an Laos. Der Nan-Fluss schlängelt sich vom Staudamm bis zu der etwa 50 km südwestlich gelegenen Provinzhauptstadt, durchfließt diese und verläuft anschließend Richtung Süden, wo er bei Nakhon Sawan zusammen mit dem Mae Nam Ping den Chao Phraya bildet. Früher, als der Abbau von Teakholz eine wichtige Einnahmequelle der Provinz war, wurde das Holz den Nan Fluss abwärts geflößt und nahe der Provinzhauptstadt angelandet und verkauft. Nach dem Abholzverbot mussten sich die Menschen neu orientieren, Landwirtschaft und Fischfang bieten nun die wichtigsten Einnahmequellen.

Der Tourismus spielt in Uttaradit noch eine untergeordnete Rolle. Sehenswert sind vor allem die vier Nationalparks der Provinz, die zu ausgedehnten Trekking-Touren einladen. Vor allem einheimische Touristen besuchen die zahlreichen Wasserfälle, die schönen Aussichtspunkte und den größten Teakholzbaum der Welt, der sich im östlich des Staudamms gelegenen Landkreis Nam Pat befindet. Die Innenstadt der Provinzhauptstadt Uttaradit wurde 1967 fast vollständig durch ein Großfeuer zerstört. Sie wurde wieder aufgebaut, gleichzeitig wurde ein neuer Stadtteil errichtet. Echte Sehenswürdigkeiten hat die Stadt nicht zu bieten. Der Bahnhof der Stadt liegt an der Nordbahn, die Bangkok mit Chiang Mai verbindet.

Phitsanulok

Die Provinz Phitsanulok (Thai: พิษณุโลก) ist von flachen Landschaften und den südlichen Ausläufern der nordöstlichen Bergketten geprägt. Die gleichnamige Provinzhauptstadt ist Knotenpunkt für Verkehr und Handel zwischen Chiang Mai im Norden, dem Isan im Osten und der Zentralregion mit der Landeshauptstadt Bangkok. Sie liegt zu beiden Ufern des Mae Nam Nan und ist ein guter Ausgangspunkt, um die historischen Stätten in Sukhothai und Kamphaeng Phet zu besuchen. Außerdem bietet sie sich als Basislager an für Touren zu den nahegelegenen Nationalparks Thung Salaeng Luang, Phu Hin Rong Kla und Nam Tok Chat Trakan (Highlight ist hier ein siebenstufiger Wasserfall, der dem Nationalpark seinen Namen gab). Der wenige Kilometer südlich des Stadtzentrums gelegene Flughafen Phitsanulok (PHS) wird von den Fluggesellschaften Nok Air, Air Asia und Thai Lion Air genutzt, die über ihn hauptsächlich Flüge vom und zum Don Mueang Airport in Bangkok abwickeln. Wichtigste Sehenswürdigkeit in der Provinzhauptstadt ist der am Ufer des Nan-Flusses gelegene Wat Phra Si Ratana Mahathat (Thai: วัดพระศรีรัตนมหาธาตุ; kurz Wat Yai) mit einem 36 m hohen Prang im Khmer-Stil und dem Phra Putthachinnarat, einer im ganzen Land verehrten und oft kopierten Buddha-Statue aus Bronze im Sukhothai-Stil. In der netten Stadt gibt es noch weitere sehenswerte Tempel zu entdecken, z.B. in unmittelbarer Nähe zum Wat Yai den Wat Nang Phaya (Thai: วัดนางพญา) und den Wat Rachaburana (Thai: วัดราชบูรณะ).

Kamphaeng Phet

Die Provinz Kamphaeng Phet (Thai: กำแพงเพชร) ist im Westen, dort wo sie an Tak grenzt, bergig und weitflächig mit Regenwald bedeckt. Im zentralen und östlichen Bereich ist sie durch die Ebene des Mae Nam Ping geprägt, der auch die relativ zentral in der Provinz gelegene Provinzhauptstadt durchfließt. Kamphaeng Phet war einst eine befestigte Stadt, ein Vorposten an der Grenze zu Birma. Sie sollte das Sukhothai- und später das Ayutthaya-Königreich gegen Angriffe aus Birma und Lan Na schützen. Daher auch der Name der Stadt, der wörtlich »Diamantmauer« bedeutet und eine Anspielung auf die Stärke ihrer Stadtmauern ist. Die Provinz bietet mehrere Nationalparks und Ausgrabungsstätten, die Stadt lockt mit zahlreichen Märkten und Tempeln. Wichtigste Sehenswürdigkeit und Welterbestätte der UNSECO ist der Geschichtspark Kamphaeng Phet, an dessen buddhistischen Stätten fast 200 Jahre länger als an den Bauten des Königreichs Sukhothai gebaut wurde, weshalb die sowohl vom Sukhothai- als auch vom Ayutthaya-Stil geprägten Ruinen heute einen einzigartigen Mischstil zeigen.

Sehenswürdigkeiten

  • Der Geschichtspark Kamphaeng Phet ist in zwei Bereiche unterteilt. Der Bereich der einst ummauerten Stadt beherbergt den Wat Phra Kaeo (Thai: วัดพระแก้ว; Tempel des Smaragd-Buddha), den Wat Phra That (Thai: วัดพระธาตุ; Tempel der heiligen Reliquie) und das Nationalmuseum Kamphaeng Phet und schließt gleich nördlich an der heutigen Stadt an. Einen größeren Komplex findest du etwa 2 km nördlich des Stadtzentrums mit vielen weiteren sehenswerten Ruinen, wie z.B. die des Wat Phra Si Iriyabot (Thai: วัดพระสี่อิริยาบถ), des Wat Phra Non (Thai: วัดพระนอน) oder des Wat Chang Rob (Thai: วัดช้างรอบ)
  • Rund 25 Straßenkilometer nördlich des Stadtzentrums befindet sich in einem schönen Garten die heiße Quelle des Phra Ruang (Phra Ruang Hot Springs; Thai: บ่อน้ำพุร้อนพระร่วง), ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen.

Phichit

Die Provinz Phichit (Thai: พิจิตร) liegt etwa 350 km nördlich von Bangkok und wird auch »Land der Krokodile« genannt, da die Flüsse und Sümpfe der Region Heimat des, heute aufgrund von Jagd und Lebensraumverlust in freier Wildbahn nur noch sehr selten anzutreffenden, Siam-Krokodils sind. Die Flüsse Nan und Yom verlaufen parallel zueinander durch die Provinz. In der südlichen Nachbarprovinz Nakhon Sawan fließt der Mae Nam Yom dem Mae Nam Nan zu, weiter südlich, am östlichen Stadtrand der Provinzhauptstadt Nakho Sawan, bilden der Nan-Fluss und der Ping-Fluss die Quellflüsse des Chao Phraya. Rund 70 % der Provinzfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Die Provinzhauptstadt liegt inmitten der Reisfelder der Zentralebene am Mae Nam Nan. Wichtigster Tempel der Stadt ist der 1845 direkt am Flussufer errichtete Wat That Luang (Thai: วัดท่าหลวง). Sehenswert ist auch der 22 Straßenkilometer südlich der Provinzhauptstadt gelegene Wat Pho Prathap Chang (Thai: วัดโพธิ์ประทับช้าง), eine relativ gut erhaltene buddhistische Tempelanlage aus der Ayutthaya-Zeit.

Phetchabun

Die Provinz Phetchabun (Thai: เพชรบูรณ์) grenzt im Osten an die zum Isan gehörige Provinz Chaiyaphum. In Nord-Süd-Ausrichtung bildet der Pa-Sak-Fluss eine weite fruchtbare Ebene, die im Westen und Osten vom Phetchabun Gebirge gesäumt wird. In der kleinen Provinzhauptstadt gibt es nicht viel zu entdecken. Am nördlichen Stadtrand findest du den Pechabura Buddhist Park mit großer Buddha-Figur und Fischteich; zentraler liegt der Wat Mahathat (Thai: วัดมหาธาตุ), eine von Einheimischen gerne besuchte buddhistische Tempelanlage. Wasserreservoir und beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen ist der 25 km nordwestlich der Provinzhauptstadt gelegene Huai Pa Daeng Stausee. Rund 110 km südlich der Stadt befindet sich der Geschichtspark Si Thep. Der von Wassergräben umgebene Park umfasst die Grundmauern und Ruinen der Siedlung Si Thep aus der Dvaravati- und Angkor-Zeit.

Nakhon Sawan

Nakhon Sawan (Thai: นครสวรรค์) ist eine der südlichsten Provinzen von Nordthailand, gilt als das Tor zum Norden und wird manchmal auch zur Zentralregion gezählt. In der vom Tourismus weitgehend unentdeckten Provinz fließen die Flüsse Mae Nam Ping und Mae Nam Nan zusammen und bilden ab der Provinzhauptstadt den Mae Nam Chao Phraya, der, nachdem er Bangkok durchflossen hat, im Golf von Thailand mündet. Relativ zentral in der überwiegend flachen Provinz, gleich östlich der Stadt Nakhon Sawan, liegt Bueng Boraphet (Thai: บึงบอระเพ็ด), ein Sumpfgebiet das zum größten Süßwassersee Thailands gemacht wurde und neben vielen Fischarten auch seltene Vogelarten beheimatet. In der Stadt gibt es einen Berg (Khao Woranat Banphot und Khao Kop genannt) mit zwei Erhebungen, auf denen Tempel errichtet sind. Am Fuß des westlichen Hügels befindet sich der Wat Khiriwong (Thai: วัดคีรีวงศ์), auf seinem Gipfel die zum Tempel gehörende Prachulamanee Pagode (Thai: พระจุฬามณีเจดีย์). Auf dem östlichen Hügel findest du den Wat Woranat Banphot (Thai: วัดวรนาถบรรพต; auch Wat Khao Kop genannt). Von beiden Erhebungen aus bieten sich dir fantastische Ausblicke über die Stadt und den Ping-Fluss bis hinüber zu den Boraphet-Sümpfen. Ein lokales Fest, für das die Stadt bekannt ist, ist das zum chinesischen Neujahrsfest stattfindende Drachenfest.

Uthai Thani

Uthai Thani (Thai: อุทัยธานี) ist die südwestlichste Provinz von Nordthailand. Sie erstreckt sich von mit üppigem Regenwald bedeckten Bergketten im Westen bis hin zu der Ebene des Chao Phraya im Osten. Im Nordwesten grenzt die Provinz an Tak. Hier liegt das Wildschutzgebiet Huai Kha Khaeng, das Weltkulturerbe der UNESCO ist und in dem nahezu alle im Wald vorkommenden Tierarten Südostasiens beheimatet sind. Die Provinzhauptstadt liegt am Mae Nam Sakae Krang im Schwemmland des Chao Phraya. Bedeutendster Tempel der Stadt ist der am Fuße des Khao Sakaekrang (Thai: เขาสะแกกรัง) gelegene Wat Sangkat Rattana Khiri (Thai: วัดสังกัสรัตนคีรี). Über eine Treppe gelangst du auf den Bergrücken, von dem aus sich dir eine schöne Aussicht über die kleine Stadt und das Umland bietet. Ein weiterer sehenswerter Tempel der Stadt befindet sich in der Flussschleife am östlichen Ufer des Sakae Krang. Hier liegt idyllisch der Wat Uposatharam (Thai: วัดอุโปสถาราม; auch Wat Bot) mit schönen Wandmalereien aus der Rattanakosin-Periode.

Nordthailand Rundreise

Faszinierende Gebirgslandschaften, ausgedehnte Regenwälder, reißende Flüsse, sattgrüne Reisfelder und Teeplantagen und goldglänzende Tempel prägen das Landschaftsbild Nordthailands. Die Nationalparks sind Heimat exotischer Tiere. Historische Stätten und Tempel zeugen von zwei Königreichen (Lanna-Königreich im hohen Norden und Sukhothai-Königreich in den näher an Zentralthailand gelegenen Provinzen), deren Zentrum in Nordthailand lag und die bis heute einen großen Einfluss auf die Kultur des Landes haben. An den Grenzgebieten zu den Nachbarländern Laos und Myanmar vermischen sich die Kulturen. Zahlreiche Bergvölker, von denen die ersten aus China über Laos und Myanmar einwanderten, haben ihre eigenen Sprachen und Sitten mitgebracht. Bei dieser einzigartigen Kombination aus Naturschönheiten und kulturellen Sehenswürdigkeiten wundert es nicht, dass sich Rundreisen durch Nordthailand ausgesprochen großer Beliebtheit erfreuen.

Organisierte Rundreisen durch Nordthailand

Hier auf journaway, einem Reiseportal, das über 12.000 Reiseangebote weltweit von mehr als 120 Reiseveranstaltern vergleicht, findest du ein breites Angebot an organisierten Rundreisen durch Nordthailand.

Du hast dabei die Möglichkeit, zwischen Individual- und Gruppenreisen zu filtern, und findest auch viele Rundreisen, die Nordthailand mit einem Badeurlaub in Südthailand kombinieren. So bekommst du das Beste aus zwei Welten. Ohne dich mit der Buchung von Übernachtungen und Flug, Zug und Busfahrten beschäftigen zu müssen, kannst du so in deinem Urlaub die Berge Nordthailands und das Strandleben am Meer in Südthailand erleben.

Rundreise auf eigene Faust

Als Ausgangspunkt für die Rundreise durch Nordthailand bietet sich Chiang Mai an. Chiang Mai ist von Bangkok aus schnell und relativ preiswert mit dem Flugzeug zu erreichen. Solltest du die Anreise über Land bevorzugen, so bietet sich ein Zwischenstopp in Ayutthaya und/oder Sukhothai an, wo sich die kulturell wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Thailand befinden. Im Gegensatz zum Isan ist Nordthailand sehr einfach zu bereisen. In nahezu jedem touristischen Ort findest du kleine Reisebüros und Touranbieter, über die du deine Weiterfahrt mit Bus oder Zug organisieren kannst. Flüge buche ich generell im Voraus einfach online.

Beliebte Reiserouten

Der perfekte Ausgangspunkt für Rundreisen durch Nordthailand ist Chiang Mai. Die lebendige Stadt ist mit ihrem Reichtum an buddhistischen Tempeln und zahlreichen Handwerksbetrieben eines der kulturellen Zentren des Landes. Übliche Routen führen von hieraus hoch in den Norden. Beliebtestes Etappenziel ist das Goldene Dreieck. Neben der Besichtigung verschiedener Tempelanlagen sind Halbtages- oder Tagesausflüge, z.B. Ausflüge zu den Bergvölkern, Trekking-Touren und Floßfahrten, sehr beliebt.

Hinweis: Besuche von Elefantencamps oder dem Stamm der Karen, dessen Frauen schwere Messingringe um den Hals tragen und als Langhalsfrauen bekannt sind, wirken in den Broschüren der Reiseveranstalter auf viele Touristen exotisch und reizvoll. Im Grunde sind sie aber entäuschend. Die Elefanten leben oft unter schlechten Bedingungen und der Besuch der Langhalsfrauen, die ihre Ringe mittlerweile nur für die Touristen anlegen, lassen das Gefühl eines traurigen Zoobesuchs aufkommen. Ich empfehle dir daher, bei deiner Reiseplanung den Fokus auf die kulturellen Highlights der Region und auf Aktivitäten in der großartigen Natur zu legen.

Persönliche Reiseroute zusammenstellen

Der Vorteil einer Rundreise auf eigene Faust ist natürlich, dass du sie dir ganz individuell zusammenstellen kannst. Mein Überblick der nordthailändischen Provinzen mit ihren Sehenswürdigkeiten kann dir dabei behilflich sein, deine persönlichen Highlights der Region schnell herauszufinden.

Tipp: Das unter »Organisierte Rundreisen durch Nordthailand« erwähnte Reiseportal journaway kann dir bei der Planung deiner Rundreise behilflich sein. Bei den dort aufgelisteten Reisen, die von erfahrenen Reiseunternehmen zusammengestellt wurden, findet sich meist auch ein Reiseverlauf. Über diesen Reiseverlauf kannst du mögliche Routen nachvollziehen und je nach Zeit, Interessen und Budget variieren und deinen Bedürfnissen anpassen. Der Reiseverlauf ist übersichtlich nach Tagen aufgegliedert. Darüberhinaus bekommst du einen guten Eindruck, wieviel Zeit du in der jeweiligen Region mindestens einplanen musst.

Nachdem du viele der Fahrten wahrscheinlich selbst vor Ort organisieren musst, solltest du ein ausreichendes Zeitpolster einplanen. Ein möglicher Plan deiner Rundreise könnte dann wie folgt aussehen.

Rundreise Goldenes Dreieck (eine Woche)
Provinz/Ort Dauer Attraktionen
Chiang Mai 3 Tage Wat Phra Singh, Wat Chedi Luang, Wat Phra That Doi Suthep, Nachtmarkt, Kunsthandwerk (San Kamphaeng Road), Abendessen Riverside
Chiang Rai 2 Tage Wat Phra Kaeo, Wat Rong Suea Ten, Wat Rong Khun, Kok-Fluss und Night Bazar
Chiang Rai / Chiang Saen 1 Tag Goldenes Dreieck, Donsao Markt (Laos), House of Opium Museum
Chiang Rai / Mae Sai (alternativ Teeplantagen in Mae Salong) 1 Tag Wat Phra That Doi Wao, Tachilek (Myanmar)
Rückfahrt nach Chiang Rai oder Chiang Mai

Flüge Buchen

Für deine Flugbuchungen empfehle ich dir die Flugsuchmaschine Skyscanner. Diese Flugsuchmaschine listet auch Angebote asiatischer Fluggesellschaften wie Nok Air, Lion Air und Air Asia auf.

Tipp: Wenn du flexibel bist, findest du in der Monatsübersicht von Skyscanner schnell die günstigsten Flüge. Um zu dieser Ansicht zu gelangen, musst du erst hier auf Skyscanner die Flugdaten eingeben und anschließend auf »Suchen« klicken. Dir werden daraufhin die an diesem Tag verfügbaren Flüge angezeigt. Links im oberen Bereich versteckt sich derzeit in kleiner Schrift der auf den ersten Blick kaum wahrnehmbare Link »Gesamten Monat anzeigen«. Erst nachdem du darauf geklickt hast, gelangst du zu einer übersichtlichen Monatsansicht.

Ich habe das eben exemplarisch für den Dezember 2019 durchgeführt. Der günstigste Flug von Bangkok nach Chiang Mai würde mich am 18. Dezember nur 24 Euro kosten, am 27. Dezember ist der Flug mit 56 Euro am teuersten.

Flugpreise ändern sich natürlich je nach Reisezeit (Nebensaison/Hochsaison) und Auslastung. Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll 2 bis 3 Monate vor Reiseantritt zu buchen. Weitere Kosten können u.a. durch Flughafensteuer, Zusatzversicherungen und Gepäck entstehen.

Bus- und Zugfahrten Buchen

Bus- und Zugfahrten lassen sich wie oben erwähnt problemlos vor Ort buchen. Zugtickets würde ich immer direkt am Bahnhof kaufen, da Zugfahrten in Thailand so günstig sind, dass kein Spielraum für eine Provision bleibt. Reiseveranstalter werden dir also immer die teurere Busfahrt empfehlen.

Tipp: In der Peak Season und an speziellen Feiertagen wie dem chinesischen Neujahr oder dem thailändischen Neujahr können Reisebusse, Züge und Hotels restlos ausgebucht sein. Daher empfehle ich dir, Fahrten und Hotelübernachtungen für diese Zeiten bereits im Voraus zu buchen.

  • Mein bevorzugtes Portal, um Bus- und Zugfahrten innerhalb Thailands bequem online zu buchen, findest du hier mit 12go.asia
Powered by 12Go Asia system

Hotels & Unterkünfte in Nordthailand

In sehr touristischen Gegenden und größeren Städten in Nordthailand gibt es Hotels aller Kategorien und Preisklassen. In abgelegenen, weniger touristisch frequentierten Regionen sind die Unterkünfte oft sehr einfach ausgestattet. Das Preisniveau für Hotelübernachtungen in Nordthailand liegt unter dem von Südthailand. Vergleichbare Unterkünfte auf beliebten Ferieninseln wie Phuket oder Koh Samui kosten meist deutlich mehr. Backpacker finden in den touristischen Gegenden von Nordthailand, wie z.B Chiang Mai, Chiang Rai oder Pai, ein großes Angebot an sehr preiswerten Hostels und Bungalows. Auch das Zelten ist in vielen der Nationalparks möglich.

  • Ich buche meine Hotelübernachtungen in Thailand meist hier über Agoda und habe ausschließlich gute Erfahrungen mit dieser Online-Hotelbuchungsplattform gemacht

Touren und Ausflüge Buchen

Tagesausflüge und Touren sowie die verschiedensten Aktivitäten wie z.B. Trekking-Touren, Thai-Kochkurse, Street-Food-Touren, Teeverkostungen, Besuche von Bergdörfern oder Elefanten-Naturparks, Wildwasser-Rafting und Ausflüge mit dem Quad kannst du hier über GetYourGuide buchen.

Tipp: Ein breites Angebot an Touren und Aktivitäten findest du auch hier bei TakeMeTour. Das Besondere an TakeMeTour ist, dass die Touren von Einheimischen vor Ort geführt werden. Die auf der Seite als Local Expert bezeichneten Reiseführer, bei denen es sich oft um Studenten handelt, die sich so etwas Geld dazuverdienen und ihr Englisch verbessern wollen, geben dir Einblick in die Kultur ihrer Region.

Du profitierst dabei von der Expertise deines Reiseführers. Schließlich kennen die Einheimischen ihre Stadt am besten. Sie können dir viele Hintergrundinformationen zu den Tempeln vermitteln, kennen die interessantesten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten der Region sowie die besten Garküchen und Restaurants. Zudem umgehst du so das Risiko auf Betrügereien hereinzufallen.

Klima in Nordthailand – Die beste Reisezeit

Aufgrund der größeren Höhen sind die Temperaturen in vielen Regionen von Nordthailand deutlich niedriger als in Zentral- oder Südthailand. In den Bergregionen kann es in der kühlen Jahreszeit sogar zu Nachtfrost kommen. Zumindest eine dünne Jacke gehört deshalb unbedingt in das Reisegepäck.

Als beste Reisezeit für Nordthailand gilt die kühle Jahreszeit (Dezember bis Februar). Die Temperaturen sind dann angenehm und es ist überwiegend sonnig. In der heißen Jahreszeit (März bis April) liegen die Durchschnittstemperaturen bei 35° C, können in tiefer gelegenen Regionen aber auch 40° C erreichen. Reisen ist dann anstrengend, Trekking-Touren nur für Geübte zu empfehlen. Die Regenzeit beginnt im Juni und hält bis Ende Oktober an. Die Landschaft ist jetzt besonders grün und reizvoll; heftige, meist kurz anhaltende Regenschauer sind an der Tagesordnung und können zu regionalen Überschwemmungen führen.

Burning Season in Chiang Mai

Zwischen Februar und April erstickt Chiang Mai im Smog. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Neben der enormen Hitze und dem fehlenden Regen sorgt auch die bergige Landschaft in Verbindung mit der dann herrschenden Windstille dafür, dass der Feinstaub, der von Garküchen und alten Autos, Bussen und Tuk Tuks produziert wird, nicht aus der Stadt abtransportiert werden können. Hauptverursacher des Smogs sind jedoch die Landwirte, die zu dieser Jahreszeit trotz Verbotes der Regierung ihre Maisfelder abbrennen. Um der Luftverschmutzung zu entgehen, hast du mehrere Möglichkeiten. Vermeide es dich am frühen Nachmittag, wenn der Feinstaubgehalt die höchsten Werte erreicht, draußen aufzuhalten. Schütze dich mit einer Atemmaske oder meide die Monate der Burning Season für deinen Aufenthalt in Chiang Mai gänzlich.

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